Sonntag, 30. Januar 2011

Leichter Shitstorm oder so

Ein Skandal in der deutschen Blogger Szene. Korruption!!! Schindluder!!!
Mir tun die Leute ja leid die ernsthaft versuchen mit Blog schreiben ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wie kommt man nur auf so eine Idee??

Samstag, 29. Januar 2011

Erstmal nachschlagen

In Ägypten scheint die Revolution inzwischen in vollem Gange zu sein. Um weltpolitische Ereignisse besser zu verstehen, habe ich mich entschlossen häufiger Fachliteratur zu Rate zu ziehen. Schauen wir uns also heute eine genauere Definition der Begriffe Revolution, Revolte und Aufruhr an.

Ein Aufruhr wird definiert als:

Ein Volksfest, das unschuldige Passanten für die Belustigung des Militärs geben. 

Wie in den Videos der letzten Tage klar zu sehen ist, waren die Soldaten gut unterhalten als sie mit Panzern in Kairo eintrafen (siehe auch). Also, ganz klar ein Aufruhr in Ägypten.

Aber handelt es sich tatsächlich bereits um eine Revolution oder gar eine Revolte. Laut Ambrose Bierce ist eine Revolution:

Ein abrupter Wechsel in der Mißregierungsform. Revolutionen gehen gewöhnlich mit beträchtlichem Blutvergießen einher, doch man sagt, dass sie es wert sind - eine Einschätzung, die von den Nutznießern stammt, deren Blut nicht das Unglück hatte, vergossen zu werden.

Laut Spiegel wird in Kairo bereits reichlich Blut vergossen und der Wechsel von einer Diktatur (Mubarak) zu einem islamistischen Gotteststaat (Muslimbruderschaft) könnte man durchaus als Wechsel von einer Mißregierungform zur nächsten interpretieren. Dieser Wechsel ist allerdings noch nicht abgeschlossen, die Revolution scheint also noch nicht beendet zu sein.

Kommen wir schließlich zur Revolte ... das klingt ja auch irgendwie besser. Laut dem bereits zitierten Zyniker Standardwerk "Das Wörterbuch des Teufels" ist eine Revolte:

Eine erfolglose Revolution. Der gescheiterte Versuch der Unzufriedenen, ein miserables Herrschaftssystem durch eine schlechte Regierung zu ersetzen.

Da muss man wohl noch etwas abwarten um das zu beurteilen ... liegt aber durchaus im Bereich des Möglichen.

(Zitate: "Aus dem Wörterbuch des Teufels - Ambrose Bierce" - deutsch von Dieter E. Zimmer)

Dienstag, 25. Januar 2011

Vorbildfunktion

Die Revolution in Tunesien wird zum Vorbild. Endlich mal ein gutes Vorbild aus der Region.

Und zurück

www.nerdcore.de ist wieder zurück beim ursprünglichen Besitzer. Anscheinend haben die Anwälte von Euroweb da was vergeigt und deshalb war der Pfändungsbeschluss nicht wirksam.
Die Domain nerdcore.de wurde von Euroweb übrigens mit lächerlichen 100 Euro angegeben. Wenn man die Zugriffszahlen von Nerdcore bedenkt und sich erinnert wie "Basic Thinking" bei ähnlichen Zugriffszahlen mal für fast 50.000 Euro weg gegangen ist, dann wird klar mit welchen Mitteln Euroweb hier gekämpft hat.

Freitag, 21. Januar 2011

Moderationsdefizite

Die Moderatoren in dem e-Petitionsforum des deutschen Bundestages sind ja schon lange für ihre seltsame Moderationspraxis bekannt, z.B. ist es vermutlich das einzige Forum im Internet in dem das Posten von Links verboten ist. Inzwischen haben die sich aber eine weitere Schikane einfallen lassen um das Diskutieren so unangenehm wie möglich zu machen.

Pro Petition wird nur ein Diskussionsstrang erlaubt. Eröffnet man einen Neuen, so wird dieser umgehend gelöscht. So ist es natürlich unmöglich (auf einer Seite mit hohen Zugriffszahlen) irgendeine Art von brauchbarer Diskussion aufkommen zu lassen. Ein ähnliches Problem hat ja auch das Spiegel Forum. Spätestens nach den ersten 50 Posts zu einer Petition wird jede Diskussion so unübersichtlich, dass man schon keinen Bock mehr hat auch nur die ersten zwei Seiten zu lesen. Auf ein bestimmtes Argument eines "Vorposters" ;) einzugehen ist komplett Sinnlos, da alles in einem Wust aus verschiedensten Diskussionsrichtungen und Themen untergeht.

Das Beste ist noch, weiter unten gibt es sogar verschiedene Thread-Klassifizierungs-Icons (z.B. die meisten Antworten). Ja ja, der eine Thread ist schon ziemlich beliebt. Man, man, man ... ich frage mich was die wohl vorher moderiert haben ... Bingo im Altenheim?

Update: Ach ne schau mal, hier gibt es tatsächlich einen zweiten Thread ... nur enthält der nur einen Post und man darf auch nicht darauf antworten, oh man hilfe. m(

Schlimm genug?

Das hier ist einfach nur grandios: Warum ist Wikileaks böse gefährlich? Eingefallen sind ihnen nur drei Gründe ... dabei sind die doch soooooo böse bei Wikileaks. Gut ist vor allem Punkt 3:

Wikileaks allein ist schon schlimm genug, aber Wikileaks verbündet sich  mit meinungsbildenden Medien und sichert sich so eine hohe Publizität.

Jetzt verbünden sich diese Terroristen auch noch mit liberalen Hetzmedien. Wo soll das nur hin führen? Wer sind denn überhaupt diese armen Menschen die Gefahr laufen von den bösen Wiki-Terroristen belästigt zu werden?

Wer kein „anständiges Verhalten“ gegenüber Mitarbeitern, Kunden,  Lieferanten, Anwohnern, Partnern usw. an den Tag legt, hat künftig ein  noch größeres Risiko, damit öffentlich gebrandmarkt zu werden.

Natürlich haben die Leute bei "PR-Professional" eine glasklare und Bomben sichere Strategie wie ein Unternehmen reagieren sollte, wenn die geleakten Videos der Anti-Diebstahl Überwachungskammer auf der Mitarbeiter Damentoilette von Wikileaks publiziert werden.

Aussitzen.

Von Kohl lernen heißt siegen lernen.

Beleidigte Leberwurst

Gaddaffi hat ordentlich Schiss in der Hose, da er befürchtet der revolutionäre Geist aus Tunesien könnte auch in seine Richtung schwappen. Nun erzählt er natürlich ordentlich Blödsinn warum das denn alles ganz schlecht sei, dass der Ali da weg ist ... und spart dabei nicht mit Lob für Wikileaks. Richtig gut finde ich aber wie er sich hoch beleidigt über die Nachfolger von Ben Ali (machma Lala) äußert:

I do not know these new people, but we all knew Ben Ali and the transformation that was achieved in Tunisia. Why are you destroying all of that?

:-) ... eh man eh, der Ali und ich waren so gute Kumpels! Gerade hat er mich wieder in seinen neu eingerichteten Palast eingeladen. Ach diese Transformation, der Pool ist einfach viel besser geworden. Und jetzt macht ihr Blöden alles kaputt. Nur weil so ein doofer Australier sagt der Ali haut zu viel Geld für Nutten raus.

Dienstag, 18. Januar 2011

Bild Hetze

Die Bild hat tatsächlich so ein ganz kleines bisschen auf den Sack gekriegt wegen der Berichterstattung über 1378km. Schön, so was liest man doch gern.

Mehr für die schwarze List

Noch so eine Firma für die schwarze List: Euroweb. Hier gibt es die Details dazu.

Update: ...und hier (beim ehemaligen nerdcore.de) kann man ordentlich rum flamen. Ich vermute mal die Betreiber von Euroweb hoffen auf weiteres "Abmahnmaterial" oder ähnliches, ansonsten kann ich mir gar nicht vorstellen warum die da ne Kommentarfunktion hin machen. Ist doch irgendwie klar was dann passiert.

Update:
Nachdem sowohl die Freischreiber als auch Wikipedia das Nerdcore-Versteigerungs-Geld von Euroweb nicht haben wollen, soll es jetzt ... Achtung ... Innocence In Danger (der "Internet ist böse" Club von Porno-Steffi) bekommen. Hahahaha, das wäre ja so prächtig, wenn es nicht ein Fake wäre. Dieser Twitter Account ist mit ziemlicher Sicherheit nicht von Euroweb.

Montag, 17. Januar 2011

Internet abschalten

Ein interessanter Beitrag zum Thema Wikileaks und Leaks im allgemeinen:

Wer heute Informationen besitzt, die ein anderer geheim halten will, der kann diese auf einem USB-Stick in ein x-beliebiges Internet-Café an einem y-beliebiegen Ort tragen, sie dort zu einem kirgisischen One-Click-Hoster hochladen, danach den durch einen libyschen URL-Shortener gejagten Link mit Hilfe eines Mail.ru-Accounts an die internationalen Top-100-Twitterer schicken und dann gemütlich dabei zusehen, wie die Informationsbombe zündet. Und es gibt genau einen Weg, dieses Szenario aus dem Möglichkeitsraum auszusperren: das Internet abschalten.

...und auch dieser Schlussfolgerung möchte ich mich anschließen:

Ein Staat besitzt keine Privatsphäre, er hat kein Recht auf Heimlichkeit. Er ist allein seinen Bürgern verpflichtet und der Default-Status für Regierungsinformationen sollte "frei" lauten.

So sieht das aus...bzw. so sollte das aussehen.

Freitag, 14. Januar 2011

Löchriges Youtube

Ich bin ja nicht so häufig auf Youtube unterwegs ... und das wird vermutlich auch nicht mehr werden in Zukunft. Habt ihr da in letzter Zeit mal rum geklickt. So gefühlt jedes zweite Video begrüßt einen mit der Meldung "This video contains content from "some stupid fuck". It is not available in your country." Prächtig ... das "some stupid fuck" einfach durch einen beliebigen Medien-Großkonzern ersetzen. Ich wollte mir übrigens Videos zu Minecraft ansehen, also sicher keine raubmordkopierten Filme oder Musikvideos.

Das einzig Gute daran ist, das ich so endlich mal meine schwarze Liste mit Firmen voll bekomme, denen ich nie wieder Geld in den Rachen werfen wollte ... Sony Music - check, Universal - check, BMG - check ... Da kommen bestimmt noch ein paar mehr dazu, je nachdem wie lange ich es noch auf Youtube aushalte.

Update: Die Seite war ganz Hilfreich ... Youtube Proxys

Petitiona non grata

Also wenn es diese Petition je in ein Gesetz schafft, dann kaufe ich allen Menschen die ich kenne mindestens 3 Bier.

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, mittels eindeutiger Rechtsnorm den Betrieb von ungeschützten unentgeltlichen Zugängen zu kabellosen Netzwerken (nachfolgend WLAN) zu erlauben und damit private Internetzugänge Dritten zur Verfügung zu stellen.

Ach was sag ich ... dann kaufe ich allen Menschen die ich kenne min. drei Porsche ... Cayenne ... mit Schiebedach ... und Leder ... und Alu ... und vergoldeten Endrohren. Das kommt eh nie, denn was könnte gefährlicher sein als ein anonymer Internetnutzer?
Mitzeichnen könnt ihr ja trotzdem mal ... wäre lustig wenn es dazu eine Anhörung gäbe.

Update: Mir ist schon klar, dass es kein Gesetz gibt das den Betrieb eines unverschlüsselten WLANs verbietet ... nur ist man dann für alles was über den daran hängenden Internetanschluss geschieht haftbar. Das ist in etwa das Selbe als wäre es verboten...außer man hat einfach gerne die Polizei im Haus.

Update: Schöne und "Lebensfrohe" Begründung ... gefällt mir irgendwie, es gibt also doch noch Optimisten.

Zurück zu Berlusconi

Ein Trauerspiel ...

Schon vor dem Urteilsspruch hatte er sich sorglos gezeigt. "Gleichgültig" sei es ihm, was die Verfassungsrichter entschieden, beschied er auf Besuch in Berlin am Mittwoch den Journalisten.

Ich versuche mir einzubilden bei uns läuft das anders. Bei uns da hat das Wort des obersten Gericht des Landes noch Macht. Bei uns da gibt es Gesetze die was Wert sind und an die sich auch die oberen 10.000 und die regierende Kaste hält ... oder etwas nicht?

Montag, 10. Januar 2011

Musik für den Amoklauf

Die neue Amokläufer-Hymne, besonders beim Niederschießen von Politikern beliebt:



Ich prognostiziere stark steigende Verkaufs- und Downloadzahlen für die Single und LP.

Patenttroll

Langsam wir es wirklich obskur mit den Softwarepatenten:

IBM patentiert den Patentprozess

Ja warum eigentlich nicht, gibt es einen besseren Weg sich andere Patenttrolle vom Hals zu halten?

Donnerstag, 6. Januar 2011

Dienstag, 4. Januar 2011

Mehr vom Alten im neuen Jahr

Die CSU hätte die Stasi gerne wieder ... und zwar noch im Januar. Na ja, ist ja nix neues bei dem Verein. Freiheitlich denkende Menschen sucht man da vergebens. Der Bürger ist in erster Linie eine Gefahr ... ist schon klar.

Dioxin Ferkel

Es gibt mal wieder frisches Dioxin im Essen. Ist aber nicht weiter gefährlich:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sah zunächst keine Gefahr für Verbraucher. "Eine akute Gesundheitsgefahr besteht nicht", sagte ein Sprecher.

Fragt sich nur wie die das so sehen können? War das vielleicht nur ein kurzzeitiger, bedauernswerter Einzelfall?

Ein Futtermittelhersteller hatte technische Fette verwendet, die nicht in die Nahrungskette gelangen dürfen. Offenbar verarbeitete die Firma die Reste aus der Diesel-Produktion jedoch schon seit Jahren - und gab ihre Leichtfertigkeit zu.

Na ja, aber jetzt wo sie das heraus gefunden haben kann man doch sicher wieder unbesorgt seine Lebensmittel im örtlichen Supermarkt besorgen, oder?

In Thüringen wurde bekannt, dass eine Schweinezuchtanlage 52 Tonnen belastetes Futter von einem Werk aus Sachsen-Anhalt bekommen und komplett verfüttert hat. Die damit gefütterten Ferkel seien bereits verkauft, teilte das Agrarministerium in Erfurt mit. Wohin, müsse nun geklärt werden.

Also den Spanferkel Abend nächste Woche sollte man dann evtl. doch streichen. Wie viele Ferkel man wohl mit 52 Tonen Tierfutter auf Verkaufsgröße züchten kann?

Update: Wie gesagt gibt es hier überhaupt keine Gefahr für den Verbraucher ... bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.