Jetzt gibt es ja diese Operation Payback...DDoS Attacken gegen Firmen die aufgrund von US Regierungsdruck nicht mehr mit Wikileaks zusammen arbeiten wollen. Da kann man jetzt geteilter Meinung sein ob das legitimer Protest ist oder nicht. Ich halte davon nicht so viel, aber man muss da jetzt auch nicht durch drehen. Viel mehr als ne virtuelle Sitzblockade ist das auch nicht...mit dem Unterschied, dass man für die virtuelle Form in den Knast wandern kann.
Im Grunde gehe ich davon aus, dass Firmen wie Mastercard, Visa und Paypal das verkraften...sonderlich produktiv oder originell ist es aber nicht. Wie gesagt das kann man wohl unterschiedlich sehen.
In der Zeit kann man ganz nett die Verbitterung über den ganzen Wikileaks Komplex schon in den Überschriften lesen.
Ermittler zahlen es der Operation Payback heim
Hängt sie auf!!! Wir wollen Rache!!! Aber wie haben sie es dieser "Operation" denn nun eigentlich heim gezahlt?
Die niederländischen Sicherheitsbehörden haben in Den Haag einen 16-Jährigen festgenommen, der einen Denial-of-Service-Angriff auf die Internetseiten von Mastercard und Visa gestartet haben soll. Nach Angaben der Behörden hat der Jugendliche bereits gestanden.
Unglaublich. Da nehmen die in Holland irgendein Skriptkiddie fest (Press this Button to start your LOIC!) und hier verkauft man uns das als habe man den Chef einer internationalen Terrorgruppe eingeknastet...und das schon seit Tagen.
Der 16(!!!) Jährige wird jetzt übrigens erst mal für mindestens 2 Wochen in Haft behalten...ohne Anklage so weit ich das bis jetzt gelesen habe. Ich vermute mal wenn er "nur" die nette alte Dame von nebenan verprügelt hätte dann wäre er nach 3 Tagen wieder auf der Straße. Aber der ist ja kein Krimineller...DER ist Terrorist.
Update: Zu geil, dass die Zeit tatsächlich Torrentfreak als Quelle verlinkt. Das dürfte auch ein Premiere sein.
Update: Die Süddeutsche tritt auch nochmal nach...das ist ja alles so unmoralisch und nutzlos mit Wikileaks. Was sind das da nur für Journalisten? Sollten die sich nicht freuen über neues und unverbrauchtes Material das sie zu Artikeln verwursten können?
Die Quellen sollen unbekannt und evtl. nicht vertrauenswürdig sein. Man wisse ja auch gar nicht in welchem Kontext die Dinge aus den Depeschen besprochen wurden.
Ja, HALLO? Ist das denn nicht meistens so am Anfang einer Story? Wollen die denn überhaupt nix mehr tun für ihr Geld? Ist es nicht gerade die Aufgabe von Journalisten solchen Informationen nach zu recherchieren und "die Wahrheit" hinter solchen Informationen zu suchen?
Klar, ist ja auch einfacher nur den DPA-Ticker abzuschreiben....aber jetzt wäre mal die Chance sich aus der Masse der Journalisten hervor zu heben und zu beweisen, dass der "klassische" Journalismus noch immer gebraucht wird...vermutlich sogar mehr denn je.
Update: Hier gibt es eine recht plausible Erklärung für das Schizophrene Verhalten der Presse.
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